VP-Gedersdorf Newsletter 10.September 2014 Hochwasserschutz


Liebe Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger!


Herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft den VP-Fragebogen auszufüllen!
Damit haben Sie uns nicht nur eine Rückmeldung zu unserer täglichen Arbeit sondern auch einen deutlichen Auftrag für zukünftige Aufgaben in unserer schönen Gemeinde gegeben.
Mehr als tausend Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger habe sich an unserer Befragung beteiligt und nicht nur die vorgegeben Fragen nach Wichtigkeiten beurteilt, sondern auch unzählige Anregungen und Wünsche deponiert.
Damit haben Sie unsere Erwartungen bei weitem übertroffen - daher noch einmal:
vielen herzlichen Dank!

Die Auswertung der Fragebögen ist voll im Laufen, wird aber sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen.


Schon jetzt ist aber ganz deutlich die hohe Priorität des Hochwasserschutzes erkennbar:
Den Schutz gegen das Kamp-Hochwasser erachten 84% für „sehr wichtig" und 14% für „wichtig".
Die Sicherheit gegen das Hochwasser von Donau und Krems stufen 88% mit „sehr wichtig" und 11% für „wichtig" ein.
Daher ist es uns ein besonders Anliegen, Ihnen einen kurzen Überblick über die Aktivitäten rund um die Hochwasserschutzdämme zu gegeben:

 

Hochwasserschutzdamm - Kamp:
Die Bauarbeiten zum 100 jährlichen Hochwasserschutzdamm gegen den Kamp (östlich von Brunn und Stratzdorf bis zur S5) sind nach einem mehrwöchigen Baustopp wieder voll im Gang.

Die Bewohner von Gedersdorf, entlang der Wienerstraße, und Brunn, entlang der Hauptstraße, merken dies tagtäglich aufgrund des sehr starken Schwerlastverkehrs - wir ersuchen Sie diesbezüglich um Verständnis, durch dieses sehr unangenehme Verkehrsaufkommen wird unsere Gemeinde sicher gegen das 100 jährliche Kamphochwasser werden.
Für den verbleibenden Ausbauabschnitt von der S5 bis zur S33 Brücke (nördlich von Schlickendorf) werden die Baumaßnahmen noch in diesem Jahre beginnen.
Die Errichtung der gesamten Hochwasserschutzanlage am Kamp soll im Jahr 2017 abgeschlossen sein

 

Hochwasserschutzdamm - Donau und Kremsfluss:
Aufgrund des Donau-Hochwassers Anfang Juni des Vorjahres wurden die bestehenden Dammanlagen detailliert untersucht und deren Zustand bewertet.
Die Untersuchungen bestätigten die Beobachtungen während dem Jahrhunderthochwasser von 2013: Die bestehenden Schutzbauwerke halten einem Hochwasser dieser Dimension zwar Stand, entsprechen aber (abschnittsweise) nicht dem heutigen technischen Standard.
Das von der Fa.HYDRO INGENIEURE erstellt Maßnahmenkonzept umfasst die Dammbauwerke zum Schutz gegenüber Krems- und Donauhochwasser von der Hafenstraßenbrücke bis zur Anbindung an den Straßendamm der S33 Brücke - dies entspricht einer Länge von rund 7,8 km.
Vorgesehen sind eine Anpassung der Dammhöhe an das 100-jährliche Hochwasser (HQ100) sowie eine Anpassung der Dammgeometrie an die Anforderungen eines standhaften Dammbauwerks:
die bestehenden Dämme werden abschnittsweise erhöht
eine Überströmstrecke soll den Hochwasserschutz auch bei einem Hochwasser größer HQ100 gewährleisten
die Vergrößerung des Dammquerschnittes verbessert die Standsicherheit des Dammes
die Dammkrone wird verbreitert und die derzeit teilweise steilen, landseitigen Böschungen werden abgeflacht
entlang der Dämme wird ein durchgehender Wartungs- und Instandhaltungsweg errichtet
Für eine möglichst rasche Projektumsetzung wurde das Projektgebiet in zwei Abschnitte unterteilt:
Abschnitt 1 erstreckt sich von der S 33 Donau-Brücke bis zur Kläranlage
Abschnitt 2 umfasst das Stadtgebiet von Krems
Von Bund und Land Niederösterreich wurden bereits Fördergelder für den Abschnitt 1 in Aussicht gestellt
Wesentlich für die Durchführung des vorliegenden Maßnahmenkonzepts sind aber nicht nur die Verfügbarkeit der Grundflächen für die Dammverbreiterung und für die erforderliche Überströmstrecke sondern auch die positiven Abschlüsse der erforderlichen Bewilligungsverfahren
Voraussichtlich Ende 2015/Anfang 2016 könnten die Bewilligungsverfahren für den Abschnitt 1 abgeschlossen sein, danach werden die Ausschreibungsunterlagen ausgearbeitet und das Vergabeverfahren eingeleitet
Baubeginn für den optimierten Hochwasserschutz im Bereich Theiß könnte im Herbst 2016 erfolgen
Nach letzten Informationen dürfte eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Optimierung des Hochwasserschutzdammes gegen das Hochwasser von Donau und Kremsfluss nicht erforderlich sein!!!


Nur dem direkten Draht der VP-Gedersdorf zum Land Niederösterreich und dem guten, jahrelangen Kontakt Ihres Bürgermeisters Ing. Franz Brandl mit den betroffenen Landesdienststellen ist es zu verdanken, dass das Donau- und Kremsfluss-Hochwasserschutz-Projekt bereits so weit fortgeschritten ist und mit Sicherheit auch in Zukunft beschleunigt behandelt wird!!!


Bei Fragen wenden Sie sich bitte persönlich an Ihren Bürgermeister Ing. Franz Brandl oder Ihre VP-Gedersdorf-Gemeinderäte.
Selbstverständlich steht Ihnen Ihr Team der VP-Gedersdorf auch per e-Mail (gpo@vpgedersdorf.at) zur Verfügung.

 


2014-09-10

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